Über die Gemeinde

Die Vergangenheit der Gemeinde Kožušice ist durch einen undurchdringlichen Geheimnisschleier umwoben, den weder die wenigen, in der Mährischen Heimatkunde angeführten Zeilen, enthüllen, wo es geschrieben steht wie folgt:

Der Name der Gemeinde stammt aus dem Wort "kožůšek", d.h. "kleiner Pelz". Die Ortschaft liegt 13 Km von Bučovice, in einer Seehöhe von 329 Meter und ihr Kataster hat eine Gesamtfäche von 7,21 Km2.

Die Ansiedlung wird erstensmal im 14. Jahrhundert  erwähnt. 1333 kaufte Jan von Kožušice vom Dětřich / Dietrich von Žarůžky einen Bauernhof ab. Dieser wird erneut 1408 erwähnt. Etwas später ging der Besitz des Dorfes Kožušice ans Bučovicer Herrengut über.

Vor dem Dreissigjährigen Krieg zählte Kožušice  29 Gebäude und nach dem Dreissigjährigen Krieg bloss 13 bewohnbare und 16 ganz verwüstete und verödete Gebäude.

1790 zählte Kožušice 66 Häuser mit 78 Familien und 350 Einwohner.
1890 zählte die Gemeinde schon  89 Häuser, 96 Familien und  395 Einwohner.

Die erste Schule wurde am Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut. Die alte Schule wurde 1856 als einklassig für 45 Schüler erbaut. Diese Schule wurde dann 1918 vom Tischler - Herrn Jelínek abgekauft.
Die neue Schule begann in der Gemeinde 1914 gebaut zu werden und sie wurde 1919 eröffnet. Die Kostenberechnung betrug 48 000 tschechoslowakische Kronen und wurde um 98 000 Kronen überschritten.

Das Gemeindesiegel hatte im Wappen Apfelbaum, Sense, Axt und rundum die Anschrift  " Gemeinde Kožušice". Was die Beschäftigung des Volkes anbelangt, überwog seit der Urzeit die Landwirtschaft . In der Gemeinde gab es zwei Gasthäuser, drei Geschäfte und eine Mühle.

Die "Pelzträger von Kožušice"  pflegten in den älteren Zeiten Pelze ohne Ärmel, die darüber hinaus nicht zugeknöpft werden konnten, zu tragen. Als jemand so einen Pelz anziehen wollte, stellte er sich zu einer Bank, hielt beide Hände hoch und der Pelz wurde ihm von oben angezogen.

1863 erlitt die Gemeinde einen starken Hagelschlag und die ganze Ernte wurde vernichtet
1867 brannten die kleinen Bauernhäuser ab - der Brand bruch im Haus Nr.28 aus und infolge des trockenen Wetters griff er rasch auf alle kleinen Bauernhäuser über. Insgesamt sind 29 Häuser bis auf die Grundmauern niedergebrannt, weil diese aus Holz waren, weiter kamen  in den Flammen vier Kühe , fünf Stück Borstenvieh und gesamtes Geflügel um.
1899 entstand der Freiwillige Feuerwehrverein , der unter dem Namen " Freiwilliger Feuerwehrkorps" in Kožušice bis heute tätig ist. 1999 verlief die Feier seines 100-jährigen Jubiläums.

Die Ereignisse gesamtweltlicher Bedeutung trafen auch die Gemeinde Kožušice und ihre Einwohner . Während des ersten Weltkriegs rückten nach der Bekanntmachung 53 Mann und in Laufe des Krieges weitere 31 Mann, d.h. also insgesamt 84 Mann ein.
Im September 1919 wurde der Turnverein "Sokol" / "Falke" gegründet.
1921 verlief in der Gemeinde eine  Volkszählung und in diesem Jahr zählte die Gemeinde  412 Einwohner.
1928 wurde die Gemeinde elektrifiziert. Kožušice änderte seine Gestalt im Nu, als der Dorfplatz durch einige Strassenleuchten versehen wurde. Weiter begann in demselben Jahr der Grundschullehrer  Václav Dias die Gemeindechronik zu schreiben.
1931 wurde in der ganzen Republik eine erneute Volkszählung sowie auch Zählung von landwirtschaflichen Betrieben vorgenommen. Kožušice zählte 1930 insgesamt 444 Einwohner. Des weiteren wurde ausgewiesen wie folgt:
42 Pferde, 225 Kühe, 179 Schweine, 120 Ziegen, 2175 Hennen, 533 Gänse, 103 Enten , 25 Truthähne und 122 Bienenvölker.
Im Gemeindekataster lebte auch viel Feld- und Waldwild, etwa 200 Hasen, 300 Wildkaninchen und viele Rebhühner und Fasanen.
1931 kaufte die Gemeinde Kožušice den Wald "Kraví hora" / " Kuhberg" für 92 Tausend Kronen. Dieser Wald wurde 1992 zurück in Besitz der Gemeinde überführt.
Schon seit Juni 1945 begannen sich einige Bürger umzuziehen und die Grenzgemeinden  des Bezirkes Jeseník / Freiwaldau zu besiedeln. Besonders nach Kraš / Gross-Krosse und Vidnava / Weidenau siedelten insgesamt 15 Familien um. Die zweite Gruppe besiedelte Perná / Bergen und die dritte nahm ihren Wohnsitz in Práče / Pratsch bei Znojmo / Znaim  ein.  Insgesamt zogen 1945 und 1946 43 Familien mit ihren Familienangehörigen  aus - insgesamt handelte sich es um 131 Personen. 1945 lebten in der Gemeinde insgesamt 520 Einwohner, was wahrscheinlich die höchste Ziffer in der bisherigen Geschichte der Gemeinde darstellt. Die Einwohnerzahl sank ständig bis zu den gegenwärtigen 124 Einwohnern. Eine besondere Aufmerksamkeit  in diesem schwierigen Zeitraum gebührt dem lokalen Musikensemble unter Leitung Herrn Vilém Gregor. Trotz der Tatsache, das jegliche Unterhaltungen damals  verboten waren, nahm dieses sowohl von einheimischen als auch auswärtigen Bürgern bestehende  Ensemble so genannte "Musikproben" vor, sogar bis dreimal pro Woche, auch mit Tanz. Diese " Proben" fanden meistens im Gasthaus "Zu den Augustiner" Nr. 49 statt. Zur Zeit befindet sich an dieser Stelle das Feuerwehrzeughaus.
Aber auch anderes Kulturleben liess in der Gemeinde nicht nach. Man hat Theater gespielt, Schulfilme gezeigt ; es wurden zwei Obstausstellungen veranstaltet. Die Hauptpersönlichkeit dieser Veranstaltungen war der Lehrer Jindřich Jedlička. Eine grosse Aufmerksamkeit verdient die Freiwillige Feuerwehr in Kožušice. In den letzten Jahren  sichert dieser Verein sämtliche kulturelle und sportliche Veranstaltungen - Faschingsende, Maibaumerrichtung und Kindertag zu. 1999 veranstaltete er zu Ehren des hundertjährigen Jubiläums eine grosse Feier  unter Teilnahme der Korps aus den benachbarten Dörfern.
Der Korpsobmann ist Herr Rostislav Zatloukal.

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